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"Das Wichtigste ist die Arbeit im Team"

Artikel erschienen im Nordkurier in der Ausgabe vom 21.12.2009 ...

EINSATZ Sie ist umtriebig, die Teterowerin Anke Brandt: Krankenschwester mit Leib und Seele, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Handball-Trainerin.

TETEROW. Um einen flotten Spruch ist sie nicht verlegen. Genauso ist sie einfühlsam. Und vor allem ist sie eine, von der viele sagen: Sie hat das Herz am rechten Fleck. Vielleicht ist es das, was Anke Brandt so mitreißend macht. Im Beruf. Im Ehrenamt. Selbst sagt sie: „Für mich ist das Wichtigste, dass ich im Team arbeite. Alles allein, das kann man nicht. Gerade geht ihre Schicht im Teterower DRK-Krankenhaus zu Ende. Frühschicht. Ich hasse frühes Aufstehen“, das da für sie heißt 4.45 Uhr, „ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt“, gibt sie unumwunden zu. Die Patienten merken das natürlich nicht. Und letztlich ist dann ja auch noch ‘was dran am Tag. Zeit, die dem DRK-Ortsverband gehört, dessen Vorsitzende sie ist. Oder dem Sport.

Nicht nur, dass Anke Brandt mit anderen regelmäßig Walken geht, sie trainiert die Handball-Mädchen des SSV Einheit Teterow. Die waren noch im Kindergarten, als Anke Brandt die Gruppe übernahm. Inzwischen sind sie in der 7. und 8. Klasse. Für Kinder ist sie zudem bei den Erste-Hilfe-Lehrgängen in der Grundschule da. „Das hatte ich übernommen, als mein Sohn in der vierten Klasse war, inzwischen lernt er selbst im Gesundheitswesen“, erzählt sie. Seit dem letzten Jahr führt sie die Kurse nicht nur in Teterow, sondern auch an der Grundschule in  Matgendorf durch. „Die Termine sprechen wir rechtzeitig ab. Ich lege mir das auf einen freien Tag.“ Denn: „In erster Linie bin ich Krankenschwester“, sprudelt es aus der Teterowerin heraus. Seit 23 Jahren im Beruf – „ich würde nichts anderes machen wollen“. Die Männer-Station ist die ihre. Schon immer. „Chirurgie ist schon mein Fach. Alles, was man sehen kann“, bemerkt sie schmunzelnd. Integriert auf der Station sei aber auch die Gynäkologie. Es ist eine besondere Zeit, jetzt im Advent. Auch im Krankenhaus. Natürlich versuchen Anke Brandt und ihre Kollegen – bei aller Betriebsamkeit – ein bisschen vorweihnachtliches Flair zu wahren. Ein kleiner geschmückter Tannenbaum steht auf der Station, die Schwestern erzählen mit ihren Patienten vom Fest, wie sie es verbringen werden. Am Wochenende öffnete auch noch einmal das Adventscafé in der Cafeteria des Krankenhauses. Auch hier kümmerte sich Schwester Anke. Sie gehört zum neunköpfigen Team, das im Haus für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Das Adventscafé hat seinen festen Platz bekommen, auch andere Veranstaltungen wie ein Laternenumzug. Außerdem gibt die Gruppe den „Info-Hecht“ heraus, das Magazin für das Krankenhaus Teterow. Und aktuell wird schon auf die 775-Jahrfeier der Bergringstadt geblickt. „Ideen für den Festumzug habe ich schon im Kopf“, sagt Anke Brandt. Und da darf man mit Sicherheit gespannt sein, wenn man an die originellen Beiträge in den zurückliegenden Jahren denkt. Wie wäre es eigentlich ohne das alles? „Langweilig“, sagt Anke Brandt prompt. Aber ein dickes Lob gibt sie ihrem Mann. Denn der lebt mit der Umtriebigkeit seiner Frau und unterstützt ihre Aktivitäten natürlich auch.

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