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Röntgenbilder jetzt digital

Artikel erschienen im Nordkurier in der Ausgabe vom 16.01.2010 ...

MEDIZIN Ärzte wissen die Investition im Teterower Krankenhaus zu schätzen. Rund 450 000 Euro wurden in das neue System gesteckt. Dazu kam ein räumlicher Umbau.

VON SIMONE PAGENKOPF

TETEROW. Was einst Waschküche war, ist zu einem hellen Wartebereich geworden. Gleich vis-a-vis befindet sich die Anmeldung für Patienten, die zum Röntgen müssen. Klar getrennt von der sonstigen Aufnahme im Krankenhaus. Als sich die Ärzte der Röntgengemeinschaft Teterow entschieden, mit dem Teterower DRK-Krankenhaus zu kooperieren und ihre Gemeinschaft aufzulösen (der Nordkurier berichtete), hat das Krankenhaus noch einmal richtig investiert. Baulich, aber vor allem in digitale Röntgentechnik. Rund 450 000 Euro flossen in die Digitalisierung, ist von Geschäftsführer Jan Weyer zu erfahren. Deren Vorteil weiß Harry Noak, Chefarzt der Chirurgie, zu schätzen. Das Röntgenbild werde zwar weiterhin konventionell aufgenommen, dann aber digital umgewandelt und steht sofort auf den Rechnern im ganzen Haus zur Verfügung. „Die Möglichkeiten für die Qualität der Befundung sind deutlich besser“, sagt er. Das beginne schon am sogenannten Befundungs-Arbeitsplatz – die beiden Bildschirme dort haben eine viel höhere Auflösung als normale Monitore und ermöglichen gleich jede gewünschte Vergrößerung. Über die Datenverbindung im Netz könne aber zum Beispiel auch gleich der Radiologe im Neustrelitzer DRK-Krankenhaus befunden. Oder es werden Bilder zu anderen Spezialisten geschickt, um eine Zweitmeinung einzuholen. Auch im Ärztehaus steht ein Befundungs-Arbeitsplatz zur Verfügung.

Patienten bekommen eine CD mit ihren Röntgenbildern mit. Erbringt das Krankenhaus doch jetzt auch für niedergelassene Ärzte die Röntgenleistung. Genauer gesagt für jene, die die Zulassung haben, die Röntgenleistung abzurechnen. Denn die können einen entsprechenden Vertrag mit dem Krankenhaus schließen. In der Röntgenabteilung arbeiten sechs Mitarbeiter im Früh-, Spät- und Bereitschaftsdienst. Allein von Anfang Dezember bis 3. Januar – das galt als Testphase – wurden rund 500 Patienten, sowohl aus dem Krankenhaus als auch extern, beim Röntgen gezählt, hat Alexandra Schufft aus der Verwaltung Zahlen parat. Zur Untersuchung ist der vom Arzt ausgefüllte Röntgenschein mitzubringen. Röntgenuntersuchungen sind montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags, dienstags und donnerstags auch von 15 bis 18 Uhr möglich. Täglich von 7.15 bis 8.30 Uhr werden IV-Urographien nach Absprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt.

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