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Neue Leitlinie trifft Teterower ins Herz

TETEROW. Die 500. Herzkatheter-Untersuchung hat Professor Dr. Alexander Riad gerade im Teterower Krankenhaus durchgeführt. Seit rund eineinhalb Jahren nimmt er solche Eingriffe im hochmodernen Herzkatheterlabor vor, das die DRK-Einrichtung einiges gekostet hat. „Unser Anspruch war es, ein Katheterlabor nach neuesten Erkenntnissen zu realisieren. Sämtliche strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) haben wir dabei erfüllt“, erklärt Geschäftsführer Jan Weyer.
Umso unverständlicher ist ihm nun eine neue Qualitätsrichtlinie der Landesärztekammer, die die Fortsetzung der Herzkatheter-Versorgung durch ein Krankenhaus wie das in Teterow infrage stellt. Sie verlangt unter anderem, dass die Klinik mindestens vier Ärzte mit entsprechender  Qualifikation beschäftigen muss und dass eine 24-Stunden-Bereitschaft  gegeben ist. „Von den Vorstellungen der Ärztekammer profitierten somit ausschließlich große Kliniken, die sich mit wenigen Ausnahmen in den Händen privater, gewinnorientierter Betreiber befinden“, meint Jan Weyer.
Auch Alexander Riad, zudem Ärztlicher Direktor des Teterower Krankenhauses, kann das nicht nachvollziehen: „Es macht keinen Sinn, bundesweit geltende Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern so zu verändern, dass kleine Häuser keine Chance haben, ein Katheterlabor zu betreiben. So wird die medizinische Versorgung speziell in ländlichen Regionen mit oft langen Fahrtwegen gefährdet“, mahnt er. Und nicht selten habe er bei einer Katheter-Untersuchung mittels Weitung eines verengten Gefäßes durch einen Stent drohende Infarkte verhindern können.

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veröffentlicht in: Nordkurier "Mecklenburgische Schweiz"

Neue Leitlinie trifft Teterower ins Herz